Dirndl mit Petticoat

Traditionelle Schnitte und Muster sind auch heuer bei der Trachtenmode angesagt. Trotzdem stellt man bei vielen Trachtengeschäften in der Region fest: Die Dirndl und Buam setzen sich jedes Jahr mutiger mit Dirndlkleid und Lederhosen in Szene.

„Bei der Trachtenmode ist heuer vieles möglich, was man sich vor einigen Jahren gar nicht hätte vorstellen können“, meint Ursula Rechenauer vom gleichnamigen Trachtengeschäft in Oberaudorf. Die Blusenvielfalt kenne heuer keine Grenzen. Ebenso vielseitig würden sich auch Muster und Stoffe der Dirndlkleider präsentieren. Möglich seien auch ganz ungewöhnliche Zusammenstellungen verschiedener Materialien. Lederhosen könnten nun auch problemlos von Frauen getragen werden, ohne „schiefe“ Blicke beim Rundgang auf der Wiesn riskieren zu müssen.

Rocklänge heuer: knieumspielend

Trachten Rechenauer hat zwei der Miss-Herbstfest-Kandidatinnen eingekleidet. Die beiden liegen mit ihrer Kleiderwahl voll im Trend, sie haben sich für eine 70er- Rocklänge entschieden. Die knieumspielende Variante ist heuer besonders angesagt.

Auf dem Vormarsch sind bei den Damen Zweiteiler. „Das gab es schon vor langer Zeit. Dann verschwand diese Trachtenkombination für viele Jahre völlig und nun lebt sie neu auf“, weiß Sylvana Winkler, stellvertretende Geschäftsführerin von „Stoff Reich“ in Rosenheim. Vorteil eines Zweiteilers sei, dass das Mieder-Oberteil auch einmal zu einer Lederhose oder einem anderen Rock zu tragen sei.

Die Trendfarben dieser Saison sind laut Winkler Apfelgrün, Lila, Pflaume und Brombeere. Speziell für Rosenheim kann sie einen besonderen Trend feststellen. Viele Kunden entscheiden sich für ein Rosenmuster: „Ich glaube, das liegt an der Landesgartenschau.“

Wenn die Wiesnbesucher den Vorgaben diverser Trachtenmoden-Messen folgen, werden sie wohl heuer oft Hut tragen. Der ist nach Ansicht der Trendsetter eines der wichtigsten Accessoires – für Mann und Frau.

Der Petticoat erlebte seine Blütezeit mit dem Aufkommen des Rock ’n‘ Rolls. Mit dem Aufkommen des Minirock ab 1966 verschwand er dann wieder. Jetzt erlebt der bauschig weite Unterrock eine Neubelebung – und das in der Trachtenmode. In der Boutique Beo wird vielen knielangen Dirndlkleidern mit ausladendem „Darunter“ noch mehr Schwung verliehen. „Das finden gerade junge Damen toll“, sagt Geschäftsinhaberin Maria Reiter. Doch es gäbe auch Frauen jenseits ihrer Jugendzeit, die diesen Trachtenzusatz begeistert annehmen.

Wichtige Accessoires seien auch heuer Ketten, Ohrringe und Taschen in unterschiedlichsten Variationen. Beliebt sind niedliche Rehkitze. Sie schmücken als kleine Silberanhänger das Dekolleté der Damen und als Foto oder Stickereien die Aufbewahrungsmöglichkeiten für Geld und Lippenstift.

Selbst hölzerne Wäscheklammern werden mit kleinen Schleifen, witzigen Sprüche und manchmal auch zweideutiger Aufforderungen „salonfähig“. Mit dem Aufdruck „Single“ oder „Bin noch zu haben“ kann dieser Trend sogar zu noch mehr Paarbildungen auf der „Kontaktbörse Wiesn“ führen.

Kurze Lederhose besonders beliebt

Männliche Wiesngeher wollen auch modisch sein. In erster Linie zählt für sie aber die Bequemlichkeit, wie viele Trachtenverkäufer feststellen. Darum sei bei einem Herbstfestbesuch die kurze Lederhose besonders beliebt. „Wer mal bei hohen Temperaturen mit Bundhose im Zelt gesessen hat, weiß, wie ungemütlich das werden kann“, sagt dazu Martin Kolb, Geschäftsführer des Trachtengeschäfts „Jäger“.

Traditionelle Schnitte und Muster seien bei Frau wie Mann weiter auf dem Vormarsch. Außerdem würde man immer mehr auf gute Qualität und natürliche Materialien achten.

Nach altem Vorbild gegerbte Lederhosen und handgestrickte Socken würden sich bei den Herren größter Beliebtheit erfreuen. Ebenso Westen und Jacken, die schon die Urgroßväter getragen haben. Das berichtet auch Paul Unterseher vom gleichnamigen Trachtengeschäft am Mittertor. Der Fund einer etwa 100 Jahre alten, reich bestickten Lederhose war dort die Grundlage für die Anfertigung der Jubiläums-Lederhose.

Üppige Stickereien auf der Ledernen

Bestickt ist dieses Modell üppig mit Hirschen, Edelweiß und Almrausch und das in leuchtenden Farben, was beweist: Auch damals war „Mann“ Farbe und Verzierungen schon nicht abgeneigt. Daran hat sich wohl bis heute nichts geändert. Denn die Lederhose nach alten Vorbild lässt sich laut Unterseher auch jetzt wieder sehr gut verkaufen.

zitiert aus  wu/Oberbayerisches Volksblatt http://www.herbstfest-rosenheim.de/miss-herbstfest/aktuelles/petticoat-trachtentrends-herbstfest-rosenheim-879592.html

… und hier gibt es noch mehr Informationen

Anna

Der größte FAN von SETRINO Mode

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