Squaredance + Petticoats

Die alte Square Dance Kleidung der Gegenwart lässt sich in ihrer Geschichte bis in die eleganten Ballsäle Frankreichs und die prächtigen Herrensitze Englands zurückverfolgen, das ist 200 Jahre her. Anfang der 50-iger „entdeckt“ man die sogenannten Squaw-Kleider. Einige der neueren Baumwollmaterialien konnte man waschen, nass zusammendrücken, durch eine Röhre oder einen Strumpf ziehen oder in Abständen zusammenbinden. Getrocknet sieht ein drei- oder vierstufiger Rock dann plissiert aus, ähnlich denen der Indianerfrauen. Zum Schmuck der Röcke werden viele Meter Zick-Zack-Band verarbeitet, so dass die Kleider vier oder fünf Kilo wogen. Manch eine Dame erinnert sich vielleicht daran wie es war, einen dieser Röcke wieder in Falten zu legen, entweder per Hand oder mit Wäscheklammern, vielleicht sogar mit einem Apparat, bei dem der Stoff von vorne und hinten um Metallstäbe gelegt wurde.

Der Saum beim Square Dance ist auf Fussknöchel- oder Wadenlänge hochgerutscht und aus den knöchellangen Beinkleidern werden kniebedeckende Schlüpfer. Gegen Ende der 50-iger Jahre gibt es entsprechend bearbeitetes Baumwollmaterial, das man vorsichtig waschen und nach dem Trocknen ohne bügeln wieder tragen konnte.

In den 60-igern kommen Kunstfasern auf: Nylontüll, Dralon, Polyester, sowie neue Mischgewebe die nicht gebügelt werden mussten. Die Zeit des tropfnassen Aufhängens war in vollem Gange, auch für Petticoats. Für diese wird lagenweise Nylontüll verwendet, wodurch die Kleider ihre schöne weite Form erhalten. Der Saum rutscht jetzt nach oben und es gibt Höschen, die vollständig mit Spitzenreihen besetzt sind. Das Pattipant ist geboren.

Mit den 70-igern kommen die Bordürenstoffe. Diese Drucke werden nicht nur zur Verzierung am Rocksaum genutzt, vielmehr konnte man die Muster am Oberteil und Ärmel einarbeiten. Die Rocklänge wird kürzer und jede Dame bestimmte die gewünschte Länge selbst.

In den 80-igern kehrt man zu verspielterer Kleidung zurück. Die meisten Kleiderschnitte bevorzugen Reihen von Rüschen, Spitzen und Bändern, bei sehr weiten Röcken und Petticoats. Die Farben sind leuchtend und fallen ins Auge. Bordürendrucke sind nach wie vor stark gefragt. Viele Frauen tragen jetzt Kleider, Petticoats und Pettipants in aufeinander abgestimmten Farben. Die Länge des Kleides oder Rockes und der Pettipants bleiben dem guten Geschmack der jeweiligen Dame überlassen und reichen von knielang bis sehr kurz. Dank sich ständig weiterentwickelnder technischer Möglichkeiten hinsichtlich der Materialien sind diese meist formstabil oder können tropfnass aufgehängt werden. Ein Aufbügeln ist kaum, wenn überhaupt, erforderlich.

Moderne Square Dance Kleidung hat nichts mehr mit „Authentischer Planwagen-Mode“ zu tun. Frauen können in ihrer Kleidung jede gewünschte Individualität zeigen und ihrer Phantasie dabei freien Lauf lassen.

freier Nachdruck aus USDA News, Okt./Dez. 1993 Recherche und Text von Cathy Burdick und Becky Osgood

Excellente Square-Dance-Petticoats gibt’s hier:
Sie schwingen und ziehen sich nicht um die Taille herum, weill sie fliegend leicht gearbeitet sind mit ihren vielen Rüschen.

Anna

Der größte FAN von SETRINO Mode

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